Ein letzter Schluck Kaffee, dann geht’s los. Heute wird gearbeitet – ein paar Mitbewohner sind bestimmt noch wach oder kommen gerade nach Hause.

Am Freitag durfte ich den ganzen Tag im Magazin (dem “Supermarkt” des Hotels) arbeiten.  Hierher kommen die Warenanforderungen der einzelnen Abteilungen.

Wie kann man sich einen Tag im Keller des Magazins vorstellen? Wir durften Ware zusammenstellen,  Paletten mit dem Hubwagen verräumen, den Froster auffüllen (mit Schal und dicker Thermojacke), einen riesen Müllwagen zur Müllpresse bringen, “Tetris spielen” = Kisten geschickt im Regal unterbringen, dem Chef bei der elektronischen Bestellung über die Schulter schauen, durchfegen (auch alle 8 Kühlhäuser), Klopapier stapeln (so hoch es geht, versteht sich), Pakete der Lieferanten kontrollieren, aufschneiden und verräumen… hat Spaß gemacht! Vor allem die Schublade mit den Büroartikeln hat’s mir angetan: Eddings und Leuchtmarker in allen Farben!!!

5:54Uhr wo bleibt denn die Straßenbahn? Fünf Minuten später, es ist stockfinster und auch ein bißchen unheimlich, kommt ein netter Herr des Wegs und babbelt fröhlich vor sich hin “Da känne se lange wadde – die Bahne faahn heidd de gansze Tach ned” Schön, doch warum bin ich so früh aufgestanden?

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Kurz und gut: ich bin daheim geblieben und darf dafür am Sonntag in die Küche! Der Countdown läuft: noch 7 Mal!

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Sodele meine letzten zwei Praktikumswochen sind nun angebrochen… und ich beginne im Stau. Ein kleiner Schneesturm treibt sich am Flughafen rum. Und ich mitten drin. Mit der Kamera versteht sich. Die Farben sind sehr inspirierend – ich mag Schnee!

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Und meine Hände stinken immer noch nach Fisch – heute war Tag der Fischplatten. Selbst nach 7-8 Mal Waschen geht der Geruch nicht weg. Ja, Zitrone habe ich schon probiert. Hat jemand Erfahrung mit der Edelstahlseife?

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Seit November mein ständiger Begleiter – eine Art Koch-Skizzenbuch. Eine Anregung unseres Wirtschaftslehrers.

Erinnerte mich an meine erste Woche im Kunst LK. “Ab jetzt führt ihr ein Skizzenbuch!” so unser damaliger Kunstlehrer. Das war 1996, seitdem bin ich immer noch dabei: mittlerweile tut sich da ein Wahnsinns Archiv auf.

Ob’s den kleinen schwarzen Büchern mal genauso ergeht?

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Und was schreibt man da so rein?

Es ist eine Mischung aus Tagebuch/ Skizzenbuch

was habe ich gemacht?

was habe ich besonderes gesehen?

was darf ich nicht vergessen?

was muß ich unbedingt daheim ausprobieren?

Als besondere Stütze dient es mir zum Führen des Berichtheftes, denn ohne die Hilfe meines kleinen schwarzen Buches wäre ich aufgeschmissen. Danke!

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Was macht man an einem schön verschneiten Januarsonntag? Man schnappt sich ein Gemüse seiner Wahl, ein scharfes Messer und beginnt Gurke oder Ähnliches zu maltretieren…

Im Schnitzen bin ich noch absoluter Neuling, deshalb auch auf der Suche nach passender Literatur – doch bis jetzt noch nicht richtig fündig geworden.

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Heute habe ich mich an einen Gurkenfächer gewagt.

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Gurkenfächer

Hierfür benötigen wir ein Stück halbierte Gurke. Diese schneiden wir in dünnen Streifen bis kurz vorm Ende ein.

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Nun klappen wir jede zweite Scheibe nach innen ein. Am Schluß den gesamten Fächer etwas eindrehen.

Crème Brûlée (6 Förmchen)

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300 ml Milch

200 ml Sahne

80 gr Zucker

1 Vanilleschote

6 Eigelbe

Milch, Sahne und ausgekratzte Vanilleschote aufkochen. Die Eigelbe mit dem Zucker verrühren. Anschließend die heiße Milch-Sahne Mischung in die Eier-Zuckermasse geben. Nicht anders herum, sonst stockt das Ei!

Den Ofen auf 150 °C Umluft vorheizen. Die Masse wird nun in feuerfeste Förmchen gefüllt und in ein mit Küchenpapier ausgelegtes tiefes Blech/ Auflaufform gesetzt. Nun gießen wir so viel kochendes Wasser aufs Blech, bis die Förmchen bis zur Hälfte im Wasser stehen. Nun kommen sie für 50 Minuten in den Ofen.

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Nach dem “Backen” die Crème etwa 2 Stunden in den Kühlschrank stellen. Vor dem Servieren Zucker auf die Oberfläche streuen und mit einem Brenner karamellisieren.

Lecker! Lecker!

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Waldmeister Panna Cotta (8-10 kleine Gläschen)

400 ml Sahne

400 ml Milch

100 gr Zucker

1 Vanilleschote

1 Pck Götterspeise Waldmeister

Sahne, Milch, Zucker und Vanillemark zusammen aufkochen und unter Rühren 15 Minuten köcheln lassen. Etwas abkühlen lassen und die Götterspeise einrühren. Am Besten ziemlich schnell mit dem Schneebesen, dann entstehen keine Klümpchen. Masse in kleine Gläschen füllen und für ca. 2 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Vor dem Servieren ein paar Schokoladenfäden darüber geben.

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Wie mache ich Schokofäden?

Wir benötigen ein Metallblech und Zartbitterkuvertüre. Das Blech geben wir am Besten über Nacht ins Gefrierfach. Die Schokolade erwärmen wir bis sie flüssig ist. Nun ziehen wir mit einer Gabel dünne Fäden auf das Blech. Sie erstarren sofort und können mit einer Palette oder einem großen Messer abgenommen und auf die Panna Cotta gesetzt werden.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Ja, es ist verdammt früh – um 6:00Uhr werde ich am Frühstücksbuffet helfen.

Das Wochenende in der Kantine war lang und ab und zu langweilig: es war ja nicht immer jemand da – und ich tigerte einsam durch den Raum  um Tische abzuwischen, Zuckerdosen aufzufüllen, Servietten und Besteck nachfüllen, diverse Füllstände kontrollieren, Getränkefässer austauschen oder mal wieder irgendwo Abdeckfolie drüber zu ziehen.  Mahlzeit!

Eine gute Erfahrung, so konnte ich neben X-Kühlhäusern auch einige nette Mitarbeiter kennenlernen…

Es ist Samstag, 7:20Uhr – die perfekte Zeit sich noch einmal umzudrehen um von einem ausgiebigen Wochenendfrühstück zu träumen. Ich habe heute von der Mitarbeiterkantine geträumt, die ich das Wochenende verantwortlich bewirtschaften werde. Heute mache ich Pizza für Alle!

Was ist die Woche sonst noch so passiert? Montag und Dienstag hatte ich “Ausgang”, also meine freien Tage der Woche. Mittwoch habe ich 7 Kilo Schinken an der Aufschnittmaschine geschnitten. Donnerstag tat mir der ganze rechte Arm samt Schulter weh! Und ich durfte zum ersten mal in die Patisserie. Für eine Großveranstaltung habe ich Mousse und Creme in kleine Gläschen gefüllt. Hat Spaß gemacht. Gestern bin ich doch tatsächlich bei Tageslicht daheim gewesen….

Voller Elan wollte ich mich ans Ausprobieren von Garnituren stürzen. Ich hatte mir die Tage ein paar Bücher über Garnieren + Verzieren ausgeliehen und nun die Muße etwas kreativ zu sein.

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Doch außer einer halb gefrorenen Gurke hatte ich nicht allzu viel daheim. Ich bleibe dran!

Jetzt gibt’s noch ein Käffchen, dann geht’s zur Arbeit. Euch allen ein schönes Wochenende.

Meine erste Woche als Praktikant ist nun vorrüber – ich lebe noch!

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Montag Morgen: Aufstehen um 5:30 Uhr – uff! was das für ein Luxus ist weiß ich spätestens am Freitag, denn da geht der Wecker bereits um 4:00 Uhr. Ich stehe also morgens an der Tramhaltestelle – wir sind zu dritt, die bei den eisigen Temperaturen die nahende Bahn herbeisehnen – ich muß den Fahrplan freikratzen. Es geht um 6:17 Uhr zum Hauptbahnhof. Von dort nehme ich den Airliner – jetzt könnte ich (wäre ich nicht so aufgeregt) ein halbes Stündchen dösen. Am Flughafen, hier wuselt schon morgens alles wie im Ameisenhaufen begebe ich mich auf Kaffeesuche – und entdecke meinen ersten “grünen” McDonalds. Sieht seltsam aus!

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Cappuccino-gestärkt nehme ich den Hotel – Shuttlebus, der alle 15 Minuten fährt.

Das Praktikum beginnt

Der erste Tag beginnt slow – zusammen mit drei anderen Neuen werden wir in die Hotelgeschichte und Philosophie eingeführt. Es gibt Getränke, Gummibärchen und eine anschließende Hausführung. Alles glänzt, ist sauber und beeindruckend riesig. So riesig, dass ich mich die kommenden Tage das ein oder andere Mal verirren werde, von einem netten Mitarbeiter aber immer wieder rechtzeitig in den richtigen Gang geschickt werde. Die Besichtigung endet in der Kleiderkammer – hier werden wir für die kommenden Wochen ausgestattet.

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Wir bekommen unseren eigenen Spind (davon träume ich schon seit der Schulzeit!) und kleiden uns für die Küche ein.

Das Praktikum beginnt traditionell mit dem Kartoffelschälen! Eine Stunde beschäftigen mich die Mini-Pellkartoffeln, bevor ich mich an ein paar Aufschnittplatten dran machen kann.

Der erste Tag war super! Abends bin ich aufgekratzt. Die folgenden Tage schneide ich u.a. 6 Kilo Speck in Streifen, schäle 30 Kilo Zwiebeln und schneide 10 davon in Scheiben,  verbringe geschätzte 50 Minuten an der Aufschnittmaschine, helfe bei den Frühstücksvorbereitungen, putze 10 Kisten Salat, helfe beim Buffetabbau einer Großveranstaltungen und bin bei der Zubereitung einer Forelle Müllerin Art dabei – vom Fangen, Betäuben, Ausnehmen, Zubereiten, Braten und Anrichten. Alles spannend!

Doch abends komme ich mir vor, als hätte ich den Tag beim Schuften in der  Mine verbracht und wäre anschließend vom Bulldozer überrollt worden. Gegen Ende der Woche wurde es jedoch weniger, so dass ich die Hoffnung hege man gewöhne sich irgendwann daran. Mal sehn….