windbeutel2

Heute kam ich mir vor wie in der Weihnachtsbäckerei….ich habe Schoko-Karotten Kuchen für eine Horde von Kindern gebacken. So war ich längere Zeit damit beschäftigt u.a. 900 g Zartbitterschokolade zu hacken und 2 Kilo! Karotten fein zu raspeln. Wurde aber super lecker: saftig und knusprig. In anschließender noch anhaltender Backlaune durfte ich ein paar Windbeutel zubereiten.

Wie macht man die?

700ml Wasser

200 g Butter

1 Prise Salz

-> zusammen aufkochen

400 g gesiebtes Mehl

-> schnell einrühren, und auf kleiner Flamme “abschlagen” bis sich eine weißliche Oberfläche bildet und der Teig eine Konsistenz von weichem Marzipan hat. Dann die Masse vom Herd nehmen und etwas (lauwarm) abkühlen lassen.

10 Eier

windbeutel

-> nach und nach mit der Masse “verschlagen” – hat sich eins verbunden, das nächste Ei einarbeiten.

1 Spritzbeutel + Sternaufsatz

-> Brandteig einfüllen und (mit einem Abstand von ca. 5 cm) auf ein Blech mit Backpapier “spritzen”  - mit einem Durchmesser von ca. 6 cm bekommt man so etwa 65 – 70 Windbeutel.

Am Schluß kamen die Windbeutel in den Schockfroster und warten dort bis nächste Woche auf mich, dann gibt’s die Füllung!

tortellini2

Wie eventuell schon erwähnt: meine Lieblingsfarbe ist orange! Ab und zu freue ich mich deshalb besonders, wenn es auch auf dem Teller schön leuchtet. Vor allem im Winter hebt das meine Laune ungemein.

Chili – Tortellini  mit Karottenfüllung

Der Teig

300 g Mehl

2 Eier

2 EL Olivenöl

1 EL Tomatenmark

1 Msp Chiliflocken

1/2 TL Salz

Das Öl mit den Chiliflocken erwärmen, anschließend das Tomatenmark einrühren. Nun alle Zutaten zu einem weichen Teig verkneten und in Folie packen. Nach 1 Stunde im Kühlschrank kann der Pastateig weiterverabeitet werden.

Die Füllung

2 Karotten

1 Scheibe Vollkorntoast

1 Eigelb

1 Zehe Knoblauch

40 g geriebener alter Gouda

1-2 EL Apfelsaft

1 Prise Zucker

Pfeffer, Salz

Die Karotten klein hacken und zusammen mit dem zerdrückten Knoblauch und dem Zucker in etwas Butter anschwitzen. Mit dem Apfelsaft ablöschen. Die Masse etwas abkühlen lassen und mit dem Ei, Käse und dem klein gewürfeltem Toast verkneten. Das ganze mit Salz und Pfeffer abschmecken und pürieren.

tortellini3

Wie macht man Tortellini?

Den Teig mit Hilfe einer Nudelmaschine zu Platten ausrollen und dann kleine Quadrate schneiden. In die Mitte eine kleine Kugel der Füllung geben – zu einem Dreieck falten –  mit der Spitze nach unten um den kleinen Finger legen – abnehmen und die Spitze umklappen.

tortellini1

In kochendes Salzwasser geben – steigen die Tortellini an die Oberfläche sind sie fertig.

Wieder zurück in der Theorie hatten wir gestern einen interessanten Kurs: der Empfang.

<< Stellen sie sich vor, sie hätten ein kleines Hotel mit 30 Zimmern und keiner Computersoftware für Reservierungspläne und Zimmerbelegung. Wie würden sie ein Reservierungsbuch gestalten? >>

empfang0

So unsere Aufgabe. Wir falten, zeichnen, kleben knicken uns kleine Büchlein zurecht als erstes wird ein kleines Hotellogo auf mein Büchlein skizziert. Jetzt muß ich überlegen, wie ich meine Gäste erfassen möchten. Ich erstelle Raumlisten, Saisonpläne, Monatsübersichten – mein Hotel hat 2 Suiten, 10 Einzelzimmer, 18 Doppelzimmer und einen herrlichen Seeblick.

empfang1

Nach einer halben Stunde wird präsentiert. Unsere Dozentin mimt einen Gast am Telefon.

Wie muß das Gespräch ablaufen?

Begrüßung

Name

Anreise/ Abreise

Personenzahl

Telefonnummer

Bezahlungsweise

Kategorie

Extras (z.B. Hund)

-> Wiederholung der aufgenommenen Daten, Buchung!

Jeder schafft es mehr oder weniger gut seine Gäste in das richtige Zimmer zu buchen…mein Gast wird am 21. August anreisen – mit 2 Personen und Hund, war Zimmer N°15 wirklich noch frei?

Schade jetzt ist’s vorbei – ein bißchen wehmütig blicke ich auf die letzten Wochen. Die letzten Beiden haben am meisten Spaß gemacht, denn endlich war man “drin”. Vermissen werde ich auch die morgendliche Busfahrt über die A5, wenn man dösend am hell beleuchteten Terminal 1 angekommen ist und mein kleiner Cappuccino beim Mäcces. Schnief! Aber das nächste Praktikum kommt, so viel ist sicher!

Mein letzter Praktikumstag hielt noch einmal viel Action für mich bereit. Statt in der Patisserie war ich wegen Personalmangels in einer anderen Abteilung dabei.

Unter Volldampf wurden Wurst und Käseplatten produziert – viel Stress! Und schwuppdiwupp habe ich in das schärfste Messer der Welt gegriffen. Ein schönes grünes Ausbeinmesser schnitt sich durch meinen rechten Zeigefinger und erwischte wahrscheinlich eine kleine Arterie…. kurz und gut: ich habe dabei sogar noch etwas gelernt.

Wie klebe ich mir eine Pflasterkuppe?!

pflaster

Die Wunde wird zuerst mit einem Pflasterstreifen abgedeckt. In einen breiteren  Streifen werden mittig zwei Keile eingeschnitten. Das größere Pflaster nun auf die Fingerkuppe setzen und mit dem Finger verkleben. Anschließend entstandene Hörnchen abschneiden. Jetzt kann man je nach Einsatz noch eine kleine Gummikappe (ein abgeschnittener Finger eines Latexhandschuhs) aufgesetzt und fixiert werden.

Und: GRÜNE MESSER SIND DER TEUFEL!

…dann ist das erste Praktikum vorbei.

2daysleft

Momentan bin ich (immer noch) dabei mein Berichtsheft zu schreiben. Ich kann mich einfach nicht aufraffen ;-(

Heute haben wir Warenkunde mit exotischen Früchten gemacht. Wir haben geschaut, geschnüffelt und probiert. Neben den üblichen Verdächtigen waren auch ein zwei Früchte dabei, die ich noch nicht probiert hatte.

Was war dabei?

Pitaya/ Drachenfrucht, Mango, Kaktusfeige, Papaya, Babyananas, Maracuja/ Passionsfrucht, Frucht des Johannisbrotbaums, Nashi und Tamarillos/ Baumtomaten. Letztere werde ich mir die Tage noch einmal genauer anschauen, der Geschmack war sehr interessant… Ich hab da schon ein paar Ideen.

So die Frage am ersten Tag, nach knapp 6 Wochen Routine. Da ich gerade dabei bin mein Berichtsheft (kleines schwarzes Heftchen, ich liebe Dich) zu schreiben habe ich da mal was vorbereitet.

halstuch

1// Untere Ecke  nach oben falten

2//  entstandenes Trapez Zick-Zack auffalten

3// Tuch-Streifen um den Hals legen

Jetzt am besten vor den Spiegel stellen

4// eins der Beiden Enden (bei mir meistens das Linke) über das andere schlagen

5// und nun unten durch

6// noch einmal drüber (siehe 4)

7// von unten nach oben stecken, das Ende kommt jetzt am Hals hoch

8// von oben in die Schlaufe stecken

9// unten heraus- und festziehen -> ein Knoten ist entstanden

Nun heißt’s üben…

Ein letzter Schluck Kaffee, dann geht’s los. Heute wird gearbeitet – ein paar Mitbewohner sind bestimmt noch wach oder kommen gerade nach Hause.

Am Freitag durfte ich den ganzen Tag im Magazin (dem “Supermarkt” des Hotels) arbeiten.  Hierher kommen die Warenanforderungen der einzelnen Abteilungen.

Wie kann man sich einen Tag im Keller des Magazins vorstellen? Wir durften Ware zusammenstellen,  Paletten mit dem Hubwagen verräumen, den Froster auffüllen (mit Schal und dicker Thermojacke), einen riesen Müllwagen zur Müllpresse bringen, “Tetris spielen” = Kisten geschickt im Regal unterbringen, dem Chef bei der elektronischen Bestellung über die Schulter schauen, durchfegen (auch alle 8 Kühlhäuser), Klopapier stapeln (so hoch es geht, versteht sich), Pakete der Lieferanten kontrollieren, aufschneiden und verräumen… hat Spaß gemacht! Vor allem die Schublade mit den Büroartikeln hat’s mir angetan: Eddings und Leuchtmarker in allen Farben!!!

5:54Uhr wo bleibt denn die Straßenbahn? Fünf Minuten später, es ist stockfinster und auch ein bißchen unheimlich, kommt ein netter Herr des Wegs und babbelt fröhlich vor sich hin “Da känne se lange wadde – die Bahne faahn heidd de gansze Tach ned” Schön, doch warum bin ich so früh aufgestanden?

warnstreik

Kurz und gut: ich bin daheim geblieben und darf dafür am Sonntag in die Küche! Der Countdown läuft: noch 7 Mal!

schnee3

Sodele meine letzten zwei Praktikumswochen sind nun angebrochen… und ich beginne im Stau. Ein kleiner Schneesturm treibt sich am Flughafen rum. Und ich mitten drin. Mit der Kamera versteht sich. Die Farben sind sehr inspirierend – ich mag Schnee!

schnee2

schnee1

schnee4

Und meine Hände stinken immer noch nach Fisch – heute war Tag der Fischplatten. Selbst nach 7-8 Mal Waschen geht der Geruch nicht weg. Ja, Zitrone habe ich schon probiert. Hat jemand Erfahrung mit der Edelstahlseife?

blackbook1

Seit November mein ständiger Begleiter – eine Art Koch-Skizzenbuch. Eine Anregung unseres Wirtschaftslehrers.

Erinnerte mich an meine erste Woche im Kunst LK. “Ab jetzt führt ihr ein Skizzenbuch!” so unser damaliger Kunstlehrer. Das war 1996, seitdem bin ich immer noch dabei: mittlerweile tut sich da ein Wahnsinns Archiv auf.

Ob’s den kleinen schwarzen Büchern mal genauso ergeht?

blackbook_klein

Und was schreibt man da so rein?

Es ist eine Mischung aus Tagebuch/ Skizzenbuch

was habe ich gemacht?

was habe ich besonderes gesehen?

was darf ich nicht vergessen?

was muß ich unbedingt daheim ausprobieren?

Als besondere Stütze dient es mir zum Führen des Berichtheftes, denn ohne die Hilfe meines kleinen schwarzen Buches wäre ich aufgeschmissen. Danke!